Orientale: Tänzerische Grenzüberwindung!
Breit ist das Spektrum der orientalischen Tanz- und Musikkunst, das sich - zwischen Tradition und Erneuerung - in acht Bühnenveranstaltungen und mehr als 20 Workshops im Rahmen des zweiwöchigen Festivals „Orientale“ präsentiert. Mit einem großen Eröffnungs-Spektakel, in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Tradition des ägyptischen Baladi, mit rituellen Tänzen aus Persien und dem indischen Kathak schlägt das Festival vom 23. Februar bis 5. März 2006 die Brücke zwischen Orient und Okzident.
Am ersten Wochenende (Achtung: Der rheinische Karneval beginnt!) feiert das tanzhaus nrw den Orientalischen Tanz mit einer Vielzahl von Künstlern, die in spektakulären Auftritten, beeindruckenden Kostümen und hingebungsvollen Gruppen-Choreografien die Lebendigkeit einer uralten Tradition beweisen. Die farbenprächtige Eröffnungs-Gala vereint mehr als 15 Künstler und garantiert ein reichhaltiges Programm unzähliger Spielarten der orientalischen Tradition.
Die in Kalifornien ansässige iranische Künstlerin Banafsheh Sayyad entwickelt durch das Zusammentreffen von traditionellem persischen Sufi in Tanz und Musik mit modernen Elementen eine eigenständige zeitgenössische Handschrift, die sie erstmals im vergangenen Jahr in Düsseldorf erlebbar machte. „The part whirling dervish“ (Los Angeles Times) zeigt gemeinsam mit ihrer vierköpfigen Gruppe NAMAH und der Band Zarbang ihre neue Arbeit unter dem Titel „Outer Circles“. Die Düsseldorferin Tänzerin und Dozentin Manis (sie feierte im vergangenen Jahr ihr 20jähriges Bühnenjubiläum) malt gemeinsam mit ihrer Showgruppe Sinam und Gästen wie Sabuha Shanaz und Assaida, Flow ‚N’ Sudha und Safira „Orientalische Impressionen“. Eine waschechte Bombay Boogie Night mit Schnupperkurs schließt das erste, eher der leichten Muse zugewandte Wochenende ab.
Am zweiten Wochenende stellt das tanzhaus mit der Iskandar Dance Company unter Leitung des Choreografen Alessandro el Bascioni sowie der jungen britisch-indischen Tänzerin Anurekha Gosh in der Komposition zeitgenössisch beeinflusste Choreografen in deutscher Erstaufführung vor. Der in London lebende Alessandro el Bascioni ist den Düsseldorfern durch seine überzeugende Zusammenarbeit mit Suraya Hilal bekannt und widmet sich gemeinsam mit zwei weiteren Tänzern und einem Percussionistenägyptische Archetypen unter dem Titel „El Saqiyyeh“ (Das Wasserrad). Sashar Zarif stammt aus Aserbaidschan und ist in Düsseldorf bereits gerne gesehener Stammgast. Diesjährig haben er und seine Gruppe traditionelle Tänze vom Kaukasus bis zu den Wüsten Zentralasiens im Gepäck.
Weitere Infos unter: www.tanzhaus-nrw.de